Ute Kaiser (Konzept und Regie) liest die Briefe von Olga Benario, Gabriela Börschmann liest die Akten der Gestapo, Martin Molitor liest die Briefe von Luiz Carlos Prestes

In Zusammenarbeit und mit freundlicher Unterstützung der Tochter Olga Benarios Anita Leocádia Prestes und des Literaturwissenschaftlers Robert Cohen.
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Hörbeispiel:
BAYERISCHER RUNDFUNK: Hörbuch der Woche!
(…) Schärfer könnte der Kontrast zwischen der innigen Sprache der beiden Liebenden und der berechnenden Amtssprache der Nazis nicht zum Ausdruck kommen - (…) - Annegret Arnold, 19. 06. 2020 [weitere Rezensionen]

Erhältlich zum Preis von 19,00 € + Porto gerne direkt über uns hoerbuch@olgabenario.de oder im Buchhandel über KNV – Zeitfracht ISBN 978-3-00-064887-8
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Ute Kaiser | Gabriela Börschmann | Martin Molitor

Das Olga Benario Projekt

Ein vergleichsloser Einblick in den Zusammenprall der Welt eines Opfers und der Welt der Täter.

Das Hörbuch "Die Unbeugsame" entstand aus einer szenischen Lesung mit dem Titel "Der Fall Olga Benario“, die 2017 im NS-Dokumentationszentrum München Premiere hatte und die unter anderem auch in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück stattfand. Der Lesung zugrunde lag das Konzept, aus zwei einander radikal entgegengesetzten Quellen eine Textfolge zu montieren:

1. Die Unbeugsamen. Olga Benario – Luiz Carlos Prestes: Briefwechsel aus Gefängnis und KZ, hg. v. Robert Cohen, Göttingen: Wallstein 2013.

Der Briefwechsel ist erfüllt von Würde, Menschlichkeit und unbeugsamem Widerstand in einer Lebenssituation, die extremer nicht sein könnte.

2. Robert Cohen: Der Vorgang Benario. Die Gestapo-Akte 1936-1942, Berlin: edition berolina 2016.

„Der von der Gestapo sogenannte ›Vorgang Benario‹ ist die vermutlich umfassendste Sammlung von Dokumenten zu einem einzelnen Opfer des Holocaust.“ (Robert Cohen)

Siebzig Jahre nach Kriegsende hat Robert Cohen das Gestapodossier über Olga Benario der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es gibt einen Eindruck von der bürokratischen Akribie und Energie, mit der im Nazistaat Menschen vernichtet wurden.

Aus dem Vorwort:
„Am 29. April 2015 fand im Museum der Streitkräfte in Moskau […] ein feierlicher Eröffnungsakt statt. Anlass war die Onlinepublikation von bisher nicht zugänglichen Akten des deutschen Reiches aus russischen Archiven
www.germandocsinrussia.org

Robert Cohens Auswahl aus über 2000 dokumentierten Aktenseiten zum „Vorgang Benario“ und seine Veröffentlichung des Briefwechsels in „Die Unbeugsamen“ inspirierten Ute Kaiser mit Gabriela Börschmann und Martin Molitor zu dieser szenischen Lesung.